Symbolik, Werte, Ziele
Erläuterungen zu meinen Werken, Antworten auf mögliche Fragen.
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Lebensbild Isolde Klaunig

Als ich vor über 30 Jahren von Berlin-West nach Frankfurt kam, bedeutete diese Stadt für mich Freiheit und Aufbruch, Herausforderung durch ein ganz neues Lebensgefühl der Gemeinschaft. Durch gemeinsames Erleben des Fremdseins.

Hier gab und gibt es viele Menschen, die aus allen Winkeln der Welt in dieser Metropole zusammentreffen. Wenige können sich auf altangestammtes Besitzstandsdenken und auf "Leitkulturen" berufen, weil ihr Nachbar und Nächster diesen Anspruch schon nicht mehr mitempfinden kann, weil er aus ganz anderen Kulturbereichen kommt und abweichende Erinnerungen mitbringt, die ebenso ihre Gültigkeit anmelden.

Im geistigen Sinne empfinde ich Frankfurt wie eine "Hansestadt“, weltoffen, immer bewegt und im Wandel. Ich selbst begreife mich lebenslang als Portraitistin. Ich zeichne die psychische Verfasstheit meines Gegenübers, seine kognitiven Ansprüche, seine persönlichen Horizonte und seine Wurzeln, aus denen dieser Mensch sich mental speist. Es ist immer ein Abgleichen und Vergleichen mit dem bisher Erfahrenen in mir.

Instrumente zur Kontaktaufnahme mit meinen Modellen, sind mir da tiefe Kenntnisse aus der Psychoanalyse aller Richtungen, Interesse an Sozialphilosophie, Rechtswissenschaft und deren Termini. In dem Beziehungsgeflecht zu Mitmenschen orientiere ich mein Verhalten konkret, an deren Sprachsymbolik, Körperausdruck und mimischen Gesten.

Auch in meinem "künstlerischen Darstellungsverhalten" gilt mir der Kompass, dieses empfundene Lebensgefühl durch meine Bild-, Formen- und Metaphernsprache für andere erfahrbar zu machen. Höchst persönlich liebe ich die Themen der Renaissancekunst, Bachmusik und z.B. Mozart. Die Themen der Kulturanthropologie, Kriminologie und meine Bilder, die sich in ihrem geistigen Gehalt unablässig auf unsere konkrete Gesellschaft beziehen.

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